Break-Even-Rechner

Finde heraus, wie viele Einheiten du verkaufen musst, bevor dein Unternehmen anfängt, Gewinn zu machen.

Break-Even Calculator

Find your break-even point

Break-Even Calculator

Calculate units needed to break even

Formula
Break-Even Units = Fixed Costs / (Price - Variable Cost)

Was ist eine Break-Even-Analyse?

Die Break-Even-Analyse ist eines der grundlegendsten Werkzeuge in der Unternehmensplanung. Sie zeigt dir das genaue Verkaufsvolumen, bei dem dein Gesamtumsatz deinen Gesamtkosten entspricht — also der Punkt, an dem du weder Verlust noch Gewinn machst. Jeder Verkauf über diesen Punkt hinaus trägt direkt zu deinem Ergebnis bei. Ob du ein Produkt lancierst, ein Geschäft eröffnest oder einen Service bepreist — den Break-Even-Punkt zu kennen ist der erste Schritt zu selbstbewussten finanziellen Entscheidungen.

Die Analyse unterteilt deine Kosten in zwei Kategorien: Fixkosten, die unabhängig von der Produktionsmenge gleich bleiben (Miete, Gehälter, Versicherungen), und variable Kosten, die proportional zur Produktion steigen (Materialien, Verpackung, Transaktionsgebühren). Beide zu verstehen ist essenziell. Ein Unternehmen mit hohen Fixkosten braucht ein hohes Volumen zum Überleben, während eines mit hohen variablen Kosten schlank bleiben kann, aber Schwierigkeiten hat, Margen zu skalieren. Die Break-Even-Analyse macht diese Dynamiken sichtbar, bevor du echtes Geld einsetzt.

So verwendest du diesen Rechner

  1. 1Gib deine gesamten monatlichen oder jährlichen Fixkosten ein — alle Ausgaben, die sich nicht mit dem Verkaufsvolumen ändern, wie Miete, Nebenkosten und Gehaltsempfänger.
  2. 2Gib die variablen Kosten pro Einheit ein — die direkten Kosten zur Produktion oder Lieferung einer Einheit, einschließlich Materialien, Arbeit und Transaktionsgebühren.
  3. 3Gib den Verkaufspreis pro Einheit ein — den Preis, den ein Kunde für eine Einheit deines Produkts oder deiner Dienstleistung zahlt.
  4. 4Klicke auf Berechnen, um sofort deine Break-Even-Einheiten (wie viele du verkaufen musst) und den Break-Even-Umsatz (den gesamten Verkaufserlös, der zur Deckung aller Kosten notwendig ist) zu sehen.

Break-Even-Formeln

Break-Even-Einheiten = Fixkosten / (Verkaufspreis − Variable Kosten pro Einheit) Deckungsbeitrag = Verkaufspreis − Variable Kosten pro Einheit Break-Even-Umsatz = Break-Even-Einheiten × Verkaufspreis

Der Deckungsbeitrag ist die entscheidende Kennzahl — er gibt an, wie viel jeder Verkauf zur Deckung der Fixkosten beiträgt, nachdem die eigenen variablen Kosten bezahlt wurden. Ein höherer Deckungsbeitrag bedeutet, dass du den Break-Even-Punkt schneller erreichst und früher Gewinn erzielst. Die Deckungsbeitragsquote (Deckungsbeitrag ÷ Verkaufspreis) zeigt, welcher Prozentsatz jedes Umsatzeuro zur Fixkostendeckung und Gewinnerzielung beiträgt.

Praxisbeispiele

Café

Fixkosten: 8.000 €/Monat (Miete, Geräteleasing, Personal). Variable Kosten pro Tasse: 1,20 € (Kaffeebohnen, Milch, Becher, Deckel). Verkaufspreis: 4,50 €. Deckungsbeitrag = 4,50 € − 1,20 € = 3,30 € pro Tasse. Break-Even = 8.000 € ÷ 3,30 € = 2.424 Tassen pro Monat. Das sind etwa 81 Tassen pro Tag — ein sehr erreichbares Ziel für ein gut besuchtes Café, und jede danach verkaufte Tasse ist reiner Gewinnbeitrag.

Softwareprodukt

Fixkosten: 50.000 €/Monat (Entwicklergehälter, Hosting, SaaS-Tools). Variable Kosten pro Einheit: 5 € (Zahlungsabwicklung, Onboarding-Support). Verkaufspreis: 99 €/Monat pro Lizenz. Deckungsbeitrag = 99 € − 5 € = 94 € pro Lizenz. Break-Even = 50.000 € ÷ 94 € = 533 aktive Lizenzen. Sobald du 533 aktive Abonnements überschreitest, ist deine Software profitabel — und da die variablen Kosten gering sind, ist jeder neue Kunde fast vollständig Marge.

Restaurant

Fixkosten: 15.000 €/Monat (Pacht, Küchenteam, Versicherung). Durchschnittliche variable Kosten pro Gericht: 12 € (Lebensmittel, Einwegmaterial, Servicekraft pro Gedecke). Durchschnittlicher Verkaufspreis pro Gericht: 35 €. Deckungsbeitrag = 35 € − 12 € = 23 € pro Gericht. Break-Even = 15.000 € ÷ 23 € = 653 Gerichte pro Monat. Das sind ungefähr 22 Gedecke pro Tag — ein nützlicher Richtwert, um zu beurteilen, ob ein neuer Standort oder eine Menüänderung finanziell tragfähig ist.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Fixkosten und variablen Kosten?
Fixkosten bleiben konstant, unabhängig davon, wie viele Einheiten du produzierst oder verkaufst — Beispiele sind Miete, Versicherungsprämien, jährliche Softwarelizenzen und Gehaltsempfänger. Variable Kosten verändern sich direkt mit der Produktion — denke an Rohstoffe, Stundenlöhner, Versandkosten pro Bestellung und Zahlungsgebühren. Der Unterschied ist wichtig, weil Fixkosten den 'Boden' schaffen, den du decken musst, bevor ein Gewinn möglich ist, während variable Kosten bestimmen, wie viel du von jedem Verkauf tatsächlich behältst.
Was ist die Deckungsbeitragsquote und wie nutze ich sie?
Die Deckungsbeitragsquote drückt den Deckungsbeitrag als Prozentsatz des Verkaufspreises aus: (Verkaufspreis − Variable Kosten) ÷ Verkaufspreis. Wenn du beispielsweise zu 100 € verkaufst und die variablen Kosten 30 € betragen, beträgt deine Quote 70 %. Das bedeutet, 70 Cent von jedem Umsatzeuro fließen in die Fixkostendeckung und Gewinnerzielung. Besonders nützlich ist sie beim Vergleich der Rentabilität verschiedener Produkte und zur direkten Berechnung des Break-Even-Umsatzes: Break-Even-Umsatz = Fixkosten ÷ Deckungsbeitragsquote.
Wie hilft die Break-Even-Analyse bei Preisentscheidungen?
Die Analyse zeigt sofort die Auswirkung einer Preisänderung. Wenn du deinen Preis senkst, schrumpft der Deckungsbeitrag und du musst mehr Einheiten verkaufen, um dieselben Fixkosten zu decken — manchmal deutlich mehr. Wenn du den Preis erhöhst und die Nachfrage stabil bleibt, wächst die Marge und der Break-Even sinkt. Den Rechner für zwei oder drei Preispunkte nebeneinander laufen zu lassen ist einer der schnellsten Wege, eine Preisstrategie zu bewerten, bevor du dich am Markt festlegst.
Kann ich die Break-Even-Analyse bei mehreren Produkten verwenden?
Ja, allerdings ist ein gewichteter Durchschnitt erforderlich. Berechne den Deckungsbeitrag für jedes Produkt und gewichte ihn nach seinem Anteil am Gesamtabsatz (dem Absatzmix). Wenn beispielsweise 60 % deiner Verkäufe Produkt A mit einem Deckungsbeitrag von 20 € und 40 % Produkt B mit 10 € sind, beträgt dein gewichteter durchschnittlicher Deckungsbeitrag (0,6 × 20 €) + (0,4 × 10 €) = 16 €. Teile deine gesamten Fixkosten durch 16 €, um das Break-Even-Volumen zu erhalten. Beachte: Ändert sich dein Absatzmix, ändert sich auch dein Break-Even-Punkt.
Was tun, wenn mein Break-Even-Punkt zu hoch erscheint, um ihn zu erreichen?
Ein hoher Break-Even-Punkt ist ein Signal, kein Urteil. Du hast mehrere Stellschrauben: Erhöhe deinen Verkaufspreis (schon eine kleine Steigerung kann den Break-Even deutlich senken), reduziere variable Kosten durch Neuverhandlungen mit Lieferanten oder effizientere Prozesse, oder kürze Fixkosten durch weniger Fläche, Outsourcing oder Aufschub nicht wesentlicher Ausgaben. Manchmal ist die richtige Antwort, das Geschäftsmodell grundlegend zu überdenken — zum Beispiel eliminiert der Wechsel von physischer zu digitaler Lieferung viele variable Kosten und verbessert die Margen erheblich.